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Gesichtsöl spendet keine Feuchtigkeit, es fettet. Das ist ein wichtiger Unterschied: Feuchtigkeit bezieht sich auf Wasser in der Epidermis, während Fette (Lipide) verhindern, dass dieses Wasser verdunstet. Deshalb wirkt Öl am besten als abschließende Schicht, aufgetragen auf feuchte Haut oder über ein feuchtigkeitsspendendes Serum. In dieser Kategorie finden Sie Gesichtsöle und Trockenöle.
Für wen ist Gesichtsöl geeignet?
- Trockene Haut — ein dauerhafter Mangel an Lipiden; Öl gleicht diesen direkt aus.
- Reife Haut — die Talgproduktion nimmt mit dem Alter ab, daher wird eine okklusive Schicht sinnvoll.
- Durch Behandlungen ausgetrocknete Haut — Retinol, Säuren, Isotretinoin. Öl hilft, die Barriere wieder aufzubauen.
- Im Winter — Frost und Heizungsluft verstärken den Wasserverlust der Epidermis, selbst bei normaler Haut.
Bei fettiger und zu Akne neigender Haut ist Öl nicht verboten, aber man muss sorgfältig wählen – leichte Öle mit geringem komedogenen Potenzial, wie Squalan oder Traubenkernöl, funktionieren besser als schwere Buttern.
Anwendung von Gesichtsöl
Zwei bis drei Tropfen in den Handflächen erwärmen und auf das Gesicht drücken – nicht einreiben. Öl wird als letzter Pflegeschritt nach der Creme aufgetragen, da seine Moleküle zu groß sind, um nachfolgende Produkte durchzulassen.
Man kann auch einen Tropfen Öl zur Creme hinzufügen – eine einfache Methode, um sie im Winter reichhaltiger zu machen, ohne ein separates Produkt kaufen zu müssen.
Häufig gestellte Fragen
Ersetzt Öl die Creme? Nein, wenn die Haut dehydriert ist – Öl liefert kein Wasser. Es ersetzt die Creme nur bei Personen mit trockener, aber gut hydratisierter Haut.
Verstopft Öl die Poren? Das hängt vom Öl ab. Squalan, Jojoba und Traubenkernöl verursachen selten Probleme; Kokos- und Weizenkeimöl häufiger.
Schützt Öl vor der Sonne? Nein. Kein Pflanzenöl bietet einen wirksamen Sonnenschutz.
Siehe auch: Feuchtigkeit, Gesichtscremes, empfindliche Haut.








































